Aus den Projekten

Für rund 100 Kinder aus Münchner Übergangsklassen stand am Dienstag dieser Woche ein ganz besonderer Ausflug auf dem Stundenplan: Ein Gang über die Wies‘n in Begleitung von Bürgermeister Josef Schmid. Als die Kinder erfuhren, dass der Bürgermeister sich sogar an seinem Geburtstag Zeit für sie genommen hatte, brachten sie ihm zu Füßen der Bavaria spontan ein kleines Geburtstagsständchen.

Schmid und die Kinder waren einer Einladung des Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverbands (MLLV) und von SoNet – Soziales Netzwerk München e.V. gefolgt, Schmid nutzte dabei die Gelegenheit, sich über das Projekt „Patenschaften für Übergangsklassen“ zu informieren, das dringend weitere Unterstützer sucht.

Was sind Patenschaften für Ü-Klassen?

An den Münchner Grund- und Mittelschulen gibt es derzeit mehr als 100 Übergangsklassen, kurz Ü-Klassen; in denen insbesondere geflüchtete Kinder unterrichtet werden. Bei ausreichenden Deutschkenntnissen können sie in eine Regelklasse wechseln, die ihrem Wissens- und Entwicklungsstand entspricht.

Lehrerinnen und Lehrer dieser Ü-Klassen wünschen sich seit Langem bessere Ressourcen, um den Unterricht vielfältiger und besser auf die Kinder abgestimmt gestalten zu können oder sie auf Exkursionen mit ihrem neuen Lebensumfeld vertraut zu machen.

So bräuchte beispielsweise die Lehrerin einer Grundschule Wörterbücher in verschiedenen Sprachen, eine andere Unterstützung bei außerschulischen Aktivitäten und der Finanzierung sogenannter landeskundlicher Aktivitäten wie Plätzchen backen, eine Faschingsfeier gestalten oder Ostereier färben. Der Regeletat reicht dafür nicht aus. Auf den Wunschlisten stehen aber auch ehrenamtliche Lernhelfer, da viele Kinder dringend zusätzliche Hilfe benötigen.

Um diese Unterstützung zuverlässig zu gewährleisten, haben der Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband (MLLV) und SoNet – Soziales Netzwerk München e.V. gemeinsam das Projekt „Patenschaften für Übergangsklassen“ ins Leben gerufen und bereits erste Patenschaften vermittelt. Im Rahmen der Patenschaften werden etwa Unternehmen, Stiftungen, Verbände und anderen Organisationen mit einer Klasse zusammengebracht, gemeinsam stimmen sie dann ab, was benötigt wird und was davon finanziert werden kann. Die Kooperationen sind mindestens auf ein Jahr angelegt.

 

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